10.08.2020
Bürgerbus in Hamburg Niendorf-Ost seit fünf Monaten unterwegs

Der Bürgerbus für Hamburg Niendorf-Ost stößt bei Marc Schemmel, SPD und Mitglied der Hamburger Bürgerschaft (Bildmitte), auf großes Interesse. Die Details erläutert der ehrenamtliche Koordinator Wolfgang Rottstedt (rechts) und Projektentwickler der Agentur Landmobil, Dr. Holger Jansen (links). Foto: Büro Marc Schemmel Der Bürgerbus für Hamburg Niendorf-Ost ist seit fünf Monaten unterwegs. "Wir bekommen sehr viel Lob und Dankbarkeit von den Fahrgästen", berichtet der ehrenamtliche Koordinator Wolfgang Rottstedt. Eingeladen zu dem Informationsgespräch hatte Marc Schemmel (SPD). Als Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und im Stadtteil Niendorf aufgewachsen sind Schemmel die Schwächen bei der lokalen Mobilität in Niendorf vertraut. Mit dabei auch Dr. Holger Jansen von der Agentur Landmobil.

Niendorf im Hamburger Norden ist gut mit der U-Bahnlinie 2 erreichbar. Eine Verknüpfung zu den Buslinien besteht am Niendorfer Markt. Doch beim Gebiet Niendorf-Ost bestehen Defizite. "Weit über zehn Jahre hatten wir als örtliche SPD uns mit vielen Initiativen für eine bessere Anbindung des Quartiers Niendorf-Ost eingesetzt", berichtet Marc Schemmel. Vor allem im nördlichen Teil rund um den Burgunderweg, Teutonenweg und Rahweg sei der Fußweg zu den nächstgelegenen Haltestellen der Buslinie 191 am Garstedter Weg für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen nur mit Mühe zu bewältigen.

Hier setzt der Bürgerbus an. Er ist mehr als nur ein reines Transportmittel. "Der Bürgerbus verknüpft soziale Belange mit der Nahmobilität", berichtet Dr. Holger Jansen von der Agentur Landmobil. Der Bürgerbus befördert alle Fahrgäste von Haustür zu Haustür. Menschen erhalten Hilfe beim Ein- und Aussteigen – und auch ein Rollator wird sicher verladen. Der elektrische Nissan eNV 200 kann problemlos auch in kleinere Straßen fahren, die ein etwas größerer Kleinbus schon nicht mehr erreichen kann.

In den fünf Monaten seit Betriebsstart gab es eine Unterbrechung durch die Corona-Pandemie. Somit blickt der Bürgerbus jetzt auf 33 Fahrtage mit zusammen rund 300 Fahrten zurück. 35 Personen nutzen das Angebot regelmäßig. Für das Bürgerbuskonzept stellte die Bezirksversammlung Eimsbüttel Sondermittel zum Start des Projekts bereit, der örtliche Bürgerverein ist Träger des Projekts. Die Projektentwicklung übernahm das Team der Agentur Landmobil. Dr. Holger Jansen und Ralph Hintz moderierten drei Veranstaltungen im alten Ortsamt und entwickelten so nach und nach das Konzept.

Der Bürgerbus für Hamburg / Niendorf (Ost)

Telefonische Vorbestellung: Montags und mittwochs von 15 bis 16.30 Uhr. Tel. 040 80008675
Fahrtage: Dienstags und donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr
Alle Fahrgäste werden in Niendorf-Ost an der Haustür abgeholt.
Zielorte: Niendorf (alle Einrichtungen), Schnelsen (nur Albertinen-Krankenhaus sowie Ärzte und Fachärzte)
Alle Fahrten sind kostenlos

Der Bürgerbus in Hamburg Niendorf-Ost: Hintergrund

Der Bürgerbus für Hamburg Niendorf-Ost färt immer dienstags und donnerstags. Montags und mittwochs ist die telefonische Vorbestellung möglich. Bild: Dr. Holger Jansen/Agentur Landmobil Das Bezirksamt Eimsbüttel der Freien und Hansestadt Hamburg hatte im Sommer 2019 die Agentur Landmobil beauftragt, die Idee Bürgerbus für Niendorf-Ost umzusetzen. Unter Leitung von Dr. Holger Jansen und dem erfahrenen Berater Ralph Hintz wurden insgesamt drei Veranstaltungen vor Ort angeboten. Bürgerbusse sind häufiger in ländlichen Gebieten anzutreffen. Doch auch für Niendorf-Ost im Hamburger Norden bot sich die Verknüpfung von Mobilität und sozialen Aspekten an.

Moderiert wurden die Veranstaltungen im alten Ortsamt am Garstedter Weg von den Mobilitäts- und Bürgerbusexperten der Agentur Landmobil, Dr. Holger Jansen und Ralph Hintz. Die Verwaltung wurde durch den zuständigen Regionalbeauftragten des Bezirksamts Eimsbüttel, Dr. Michael Freitag vertreten.

Der Bürgerbus in Niendorf-Ost ist ein Projekt des Bürgervereins Hoheluft-Grosslokstedt von 1896 e. V., Hainholz 5, 22453 Hamburg, www.buergerv.de. Die Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirksamt Eimsbüttel, hat die Projektentwicklung gefördert und unterstützt auch den laufenden Betrieb.

 

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